Nach Johnathan Swift ".. bitte ich den Leser, zu bemerken, daß ich dies mein Hülfsmittel allein auf das Königreich, und für kein andres, welches jemals war, ist, oder wie ich glaube, auf Erden sein wird, berechnet habe."
Die Bewertung eines Kaufs kann nur subjektiv sein, wie auch die Beurteilung, was an einem Produkt dem Einzelnen wichtig ist:
Fazit
Es reut mich nicht, dass ich den Avenger gekauft habe, aber mein nächstes Auto wird eben wegen der gemachten Erfahrungen ein anderes, von einem anderen Hersteller, aber wieder elektrisch und mit vielen Merkmalen, die ich hier zu schätzen lernte.
Erklärung
Positiv:
Die Größe und die Marke JEEP (als Idee) sind klasse, für meinen Nutzen ist das Auto ausreichend. Ich mag das Blinkergeräusch (shocking, I know). Und ich wollte ein elektrisch betriebenes Fahrzeug aus Überzeugung, im Wissen, dass die Produkte nicht ausgereift sein KÖNNEN.
Negativ:
1. Ich wollte ein Elektroauto, und habe gewusst das die Reichweite ein Thema sein würde, meine Erfahrungen decken sich hier mit dem, was ich von Anderen lese. Eigentlich benutzen wir nur 60% des Akkus, über 80% zu laden ist technisch problematisch (Haltbarkeit), und ab 20% wird es ungemütlich zu riskieren keinen Ladeort zu finden. Damit, und der heftigen Einschränkung in Ladezeit und Verbrauch bei kaltem Wetter ergeben hätte ich realistisch beim nächsten Fahrzeug einen Reichweitenbedarf von 800 km, vom Hersteller angegeben (was dann realistisch die 400 km wären, die der Avenger maximal haben soll). Damit ist das Auto für den täglichen Weg zur Arbeit gerade noch OK, aber muss auch dafür verdammt oft geladen werden.
2. Das Auf und Zu, wenn man am Auto vorbeigeht, NERVT WIE DIE SAU.
3. Die App ist ein Witz, kein guter, und dafür Geld zu verlangen ist eine bodenlose Frechheit.
4. Die nicht vorhandene, oder nachrüstbare, Anhängerkupplung ärgert mich mehr als ich dachte.
5. Was 2-4 schlimm macht: meine 1. Wartung war bei einem Deppenverein von Händler/Werkstatt, und der Stellanis Konzern ist der erbärmlichste Haufen von Lacksäufern, den ich in meinem Leben bisher erlebt habe, was Kundenservice betrifft. Kann sein das die im B2B Bereich hochkompetente Helden sind, aber wer immer den Kundendienst leitet, gehört geteert und gefedert, und muss sich danach bedanken das er so gut wegkommt. Und danach muss der Vollspast verschlagen werden der die IT unter sich hat.
Der Rest läuft unter "nichts im Leben ist perfekt". Ja, der nicht dauerhaft abschaltbare Spurhalteassistent ist dämlich, aber das Auto nervt mich auch wenn ich mich nicht anschnalle, das ist halt vorgegeben. Ich bin nicht so sensibel was Temperaturen betrifft, und das Scheibenbeschlagen habe ich in den Griff bekommen,....alles vertretbare Einschränkungen der perfekt möglichen Erfahrung, die kein Auto je sein wird.